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Naturheilkunde und manuelle Therapie

Körperinduzierte Traumatherapie
Somatische Belastungsmuster erkennen und auflösen

Kursreihe
Alle unsere Erlebnisse sind eine Mischung aus körperlichen Sinneswahrnehmungen, Gedanken und Gefühlen. Sie werden als körpereigene Erinnerung in unserem Körpergedächtnis gespeichert. Daraus entstehen Prägungen und Verhaltensmuster, die uns ein Leben lang begleiten und führen aber auch belasten können.

Auch wenn wir im Alltag aktuelle Ereignisse bewusst und intensiv erleben, verschwinden sie mit der Zeit in unser Unterbewusstsein, wir vergessen sie. Bei besonders schmerzhaften Erfahrungen leistet uns das Gehirn sogar einen wertvollen Dienst, indem es die Wahrnehmung der Erlebnisse verdrängt oder unterdrückt. Diese unbewussten Körpererinnerungen können belastende Verhaltensmuster und psychosomatische Körpersymptome erzeugen, welche wir rational nicht erklären können.

Besonders sensibel reagieren Rücken, Schultern und Nacken auf körperliche und seelische Überforderung. Diese Belastungsmuster können wir über gezielte körpertherapeutische Massnahmen erkennen und auflösen.

Die fernöstliche Gesundheitslehre basiert auf der Erkenntnis, dass der Körper eine eigene Intelligenz besitzt und die Zusammenhänge zwischen dramatischen Erlebnissen und den entsprechenden Körpersymptomen kennt. Die körperinduzierte Traumatherapie, basierend auf der japanischen Körperarbeit mit Shiatsu, greift auf traumatische Ereignisse zu und löst ihre somatischen Marker auf. Mit einfachen Bewegungen und Berührungen wird der intuitiv-therapeutische Zugang zur Körperintelligenz des Klienten hergestellt und die somatischen Belastungsmuster werden gezielt aufgelöst. Diese körperliche Form der Traumaarbeit kann in Kombination mit anderen Methoden angewendet werden.

Empfohlene Literatur und Lehrmittel

Literaturliste

Zielgruppen

Therapeuten und Heilpraktiker, welche sich auf dem Gebiet der körpertherapeutischen Traumaerkennung und -auflösung weiterbilden möchten

Kurse in dieser Kursreihe

Kursleitung

Rebecca Mutter

Grundkurs

Weiterbildung
2 Tage von 9.00 - 17.00 Uhr. Unterrichtsdauer 14 Stunden.
24. Februar 2021 in Rapperswil
15. Juni 2021 in Aarau
14. September 2021 in Thun
CHF 490.– inkl. Lehrmittel und Kursausweis.

Kursinhalte

In diesem Kurs erhältst du das Grundwissen über die neurobiologischen Zusammenhänge zwischen Körper und Psyche. Du lernst, angeborene und konditionierte Verhaltensmuster zu erkennen und das prozedurale Körpergedächtnis zu verstehen. Durch die vielen praktischen Übungen wirst du deine Wahrnehmung und Intuition erweitern und somatische Marker erkennen lernen.

Mit dem Verständnis für das Zusammenspiel zwischen Körper, Denken und Fühlen lernst du, traumatische Prägungen und Belastungen zu erkennen und dich bewusst damit auseinanderzusetzen. Du wendest verschiedene körpertherapeutische Interventionen an, um traumatische Erlebnisse aufzulösen, die Ressourcen deiner Klienten zu nutzen, ihre Gesundheit zu stärken und ihre Resilienz zu fördern.

Dieser praxisorientierte Kurs bietet dir die Möglichkeit, dich bewusst mit unbewussten Mustern zu befassen und dadurch einen differenzierteren Zugang zu den Beschwerden und Symptomen deiner Klienten zu finden. Erfahrenen Therapeuten ermöglicht er zusätzlich den methodenübergreifenden Austausch von Wissen und Erfahrung.

Kompetenzen

Neurobiologische Vorgänge bei traumatischen Erlebnissen verstehen; Das prozedurale Körpergedächtnis verstehen und bewusst nutzen; Körpereigene Wahrnehmung und Intuition verbessern; Somatische Belastungsmuster erkennen und benennen; Körpertherapeutische Massnahmen zur Traumaverarbeitung anwenden.

Voraussetzungen

Dipl. Berufsmasseur oder gleichwertige Ausbildung

Anzahl Teilnehmer

Mindestens 6, maximal 12 Teilnehmer

Kursdaten in Thun

Dienstag–Mittwoch14.–15. September 2021
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Kursdaten in Aarau

Dienstag–Mittwoch15.–16. Juni 2021
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Kursdaten in Rapperswil

Mittwoch–Donnerstag24.–25. Februar 2021
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Aufbaukurs

Weiterbildung
2 Tage von 9.00 - 17.00 Uhr. Unterrichtsdauer 14 Stunden.
26. Januar 2021 in Aarau
CHF 490.– inkl. Lehrmittel und Kursausweis.

Dieser Aufbaukurs bietet die Möglichkeit, das Gelernte aus dem Grundkurs zu erweitern. Traumatische Ereignisse hinterlassen eine komplexe Vielfalt von körperlicher und/oder emotionaler Überforderung. Durch das Verständnis für die emotionale Verkörperung unserer Erlebnisse können wir die Verbindungen zwischen Körpersymptomen und Gefühlen erkennen und ganzheitlich behandeln.

Rücken, Schultern und Nacken speichern unser emotionales Erleben und reagieren sehr sensibel auf Überforderung, Erschöpfung und Angst. Die daraus entstehenden somatischen Belastungsmuster können wir gezielt behandeln. Mit sanften Dehnungen und Bewegungen dringen wir in die tieferliegenden Schichten der körperlichen Strukturen vor. Durch das Zusammenspiel von Berührung und Bewegung breitet sich eine tiefe Entspannung im Körper aus und die Blockaden können Schritt für Schritt aufgelöst werden.

Kursinhalte

In diesem Aufbaukurs wirst du dein Wissen aus dem Grundkurs und deine Erfahrungen aus deiner Praxistätigkeit erweitern und vertiefen. Mit dem Verständnis für die gefühlsmässige Verkörperung von Erlebnissen lernst du, Verbindungen zwischen somatischen Belastungsmustern und emotionalen Blockaden zu erkennen und zu behandeln.

Du lernst, die körperinduzierte Traumatherapie mit Rücken, Schultern und Nacken in eine ganzheitliche Behandlung zu integrieren. Gezielte Dehnungen, Rotationen und Berührungen ermöglichen dir einen differenzierten Zugang zum limbischen System des Klienten. In praktischen Übungen lernst du, Rücken und Wirbelsäule zu behandeln sowie die Beweglichkeit von Schultern und Nacken zu fördern. Du wendest verschiedene körpertherapeutische Interventionen an, um Blockaden zu lösen und die Genesungskompetenz deiner Klienten zu unterstützen.

Kompetenzen

Die gefühlsmässige Verkörperung von Erlebnissen verstehen; Verbindungen zwischen somatischen Belastungsmustern und emotionalen Blockaden erkennen und behandeln; Gezielte Dehnung, Rotationen und Berührungen für Rücken, Schultern und Nacken anwenden; Blockaden mit körpertherapeutischen Interventionen lösen; Rücken, Schultern und Nacken in eine ganzheitliche Traumabehandlung integrieren

Voraussetzungen

Grundkurs

Anzahl Teilnehmer

Mindestens 6, maximal 12 Teilnehmer

Kursdaten in Aarau

Dienstag–Mittwoch26.–27. Januar 2021
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Montag–Dienstag8.–9. November 2021
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